Dieser Pflanze verdankt die Provence und mit ihr die
provenzalischen Imker ihren Ruhm. Sie ziert Bildbände
und Postkarten, ihre Essenzen und getrockneten Blüten
finden sich auf allen Märkten. Der Anblick einer
Lavendelkultur, besonders zur Blütezeit im Juli, bleibt in
der Tat unvergessen und macht süchtig. Die Imker
leisten ihren Beitrag zu dieser Kulturlandschaft auf den
Hochplateaus der Provence, indem sie ihre Bienenstöcke
am Rand der Felder platzieren und dadurch zur Bestäubung
beitragen lassen.
Dennoch ist Lavendelhonig kein Massenhonig, auch
wenn er in größeren Mengen produziert wird (außer in
Jahren katastrophaler Trockenheit oder, genauso
schlimm, extremer Hitze - wie 2003 oder 2006), und schon
gar kein Einheitshonig. Je nach Standort und Lavendelsorte
– man unterscheidet im wesentlichen den echten Lavendel,
den Aspik-Lavendel und eine Hybride der beiden
vorgenannten Lavendelarten („lavandin“) – variiert seine
Farbe von elfenbeinfarben bis strohgelb, in jedem Fall ist sie
sehr hell.
Der Geschmack ist intensiv lieblich-aromatisch, mit
einem leichten Blütenaroma. Kristallisiert rasch aus und
wird dann hell und cremig-fest. François Laponche erntet
diesen Lavendelhonig in der Haute Provence (Plateau de
Riez / Plateau de Valensole).
Die Abbildungen zeigen Lavendelhonig direkt nach der
Ernte (links) und wenige Monate später in kristallisiertem
Zustand (rechts).
Neue Ernte 2011. Mindesthaltbarkeitsdatum: 17.08.2013
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